TEAM ELTERN – Wie Ihr es schafft Kinder und Job als Team zu vereinen

Sommerferien! Zeit aufzuatmen – und eine Weiterführung der Extremsituation Homeoffice-Homeschooling? Für viele Eltern geht der unlösbare Spagat der letzten Monate weiter. Eltern, die zum Teil ihren Urlaub schon während des Lockdowns genommen haben, bei denen Sommercamps und Jugendfahrten ausfallen und deren Kinder nicht den ganzen Tag alleine im Kinderzimmer sitzen wollen.

Während es in vielen Punkten von außen keine Lösungen gibt, müssen Eltern, bei denen beide Teile erwerbstätig sind, für sich selber Lösungen finden. Aber wie ist überhaupt die Lage in deutschen Familien?

 

Im Durchschnitt liegt die Erwerbstätigenquote im Jahr 2018 je nach Anzahl der Kinder zwischen 63,9% und 53,3%. Auffällig dabei: Die Quote sinkt mit jedem Kind, egal ob Frau oder Mann, doch dennoch sind fast 50% der Frauen erwerbstätig. Nochmal mehr Männer gehen arbeiten, statt zuhause zu bleiben. Laut der Studie sinken die vorliegenden Quoten erst verstärkt ab dem 3. Kind. Und auch wenn die Quote bei Vätern weiterhin höher liegt, als bei Müttern sollten wir dennoch annehmen könne, dass es völlig „normal“ wäre in dieser Thematik von allen Seiten verstärkt unterstützt zu werden.

 

Erwerbstätigenquote von Eltern im Alter von 20-49 Jahren mit Kindern unter 6 Jahren im Jahr 2018 in %

Anzahl der Kinder Insgesamt Frauen Männer
1 Kind 63,9 47,2 83,8
2 Kinder 65,9 49,8 84,0
3 und mehr Kinder 53,3 34,5 75,5
Insgesamt 62,8 45,9 82,4

QUELLE: ERGEBNIS DES MIKROZENSUS

 

Wenn beide Elternteile berufstätig sind, ist der Alltag oft schwer zu bewältigen. Kinder müssen von der Kita oder von der Schule zu unterschiedlichsten Zeiten abgeholt werden, kranke Kinder müssen zu Hause bleiben, und somit auch mindestens eins der Elternteile, und nachmittags möchte wir mit den Kindern Zeit verbringen und sie beim Erwachsenwerden begleiten. Gleichzeitig rufen Meetings, Projekte und Deadlines im Berufsalltag. Als wenn das alles nicht schon genug wäre, möchte auch das Haus gereinigt werden und Freunde und der eigene Partner wollen und in erster Linie SOLLTEN auch nicht vernachlässigt werden. Ziemlich unlösbar!

Während wir weiter Lösungen bei Arbeitgeber und von staatlicher Seite brauchen, sollten wir keine Zeit verstreichen lassen, im System Familie Kräfte zu bündeln. Deshalb plädieren wir für das TEAM ELTERN! Denn echte Vereinbarkeit funktioniert nur in einem WIR und mit OFFENER UND EHRLICHER KOMMUNIKATION.

 

Unser Lead-Coach, im Kurs Create Your Path, Anita Neumann möchte euch ihre eigenen Erfahrungen mit auf den Weg geben und gibt euch vier Tipps, wie ihr es schafft zu einem Team Eltern zu werden:

 

„Mein Mann und ich leben heute ein 50:50 Modell. Aber das war nicht immer so. Wir haben 3,5 Jahre gebraucht, um dahin zu kommen wo wir heute als Eltern stehen. In dieser Zeit haben wir gelernt unsere Bedürfnisse anzusprechen, Lösungen zu finden, Freiräume einzufordern und um Hilfe zu bitten. Und wir sehen uns heute als absolut gleichberechtigt auch und vor allem im Job. Meine berufliche Karriere ist genauso wichtig, wie seine. Meine Termine genauso wichtig wie seine. Ich halte ihm den Rücken frei und er mir. Wir wertschätzen was der andere tut. Das klingt gut? Ja das ist es auch, aber es war ein langer Weg und manchmal auch ein Kampf. Es war ein ewiges austarieren und diskutieren. Gespräche um Gespräche und Anerkennen von Bedürfnissen, Wünschen und Träumen. In Beziehung gehen, an der Beziehung arbeiten, auf Augenhöhe und manchmal auch nicht. Und vor allem Arbeit an dir selbst. Sich selbst ernst nehmen, den Partner ernst nehmen! Denn der Schlüssel beim Team Eltern, ist die Kommunikation und die Eigenverantwortung. Der Weg dahin ist nicht der Einfachste, aber er lohnt sich!“

 

Wie kann er aussehen und was könnt ihr konkret tun?

  1. Grundhaltung ist: alle Arbeitsbereiche (Erwerbsarbeit, Carearbeit und Haushalt) sind gleich wichtig. Wertschätzt das was ihr tut, eure tägliche Arbeit im Job aber auch zu Hause und die Arbeit des Partners.
  2. Macht euch frei von allen Erwartungen und den alten Rollenbildern wer was zu tun hat und überlegt euch lieber, wer welche Aufgaben lieber macht und besser kann und teilt sie danach auf. Dabei ist es nicht wichtig, ob andere euer Modell gut finden oder verstehen, wichtig ist nur, dass es für euch und eure Familie funktioniert
  3. Sprecht gemeinsam darüber, wie ihr leben und arbeiten wollt und startet mit einer Standortbestimmung für euch (schreibt mal auf wer wie viel arbeitete und zwar Erwerbsarbeit, Carearbeit und Haushalt). Eine Checkliste findet ihr ab Montag auf meiner Homepage
  4. Wartet nicht auf Vorgaben von Außen (Arbeitgeber, Familie), sondern findet selbst heraus was für euch und eure Familie funktioniere kann.

Ihr seht also, dass es so wie eigentlich alles auf dieser Welt, nicht einfach ist ein Team Eltern zu werden und es eine Reise ist, die nur gemeinsam und mit offener Kommunikation bestritten werden kann!

 

Wenn ihr mehr über das Team Eltern wissen und auch an weiteren Herausforderungen arbeiten wollt, dann schaut euch jetzt unseren Kurs Create Your Path für ambitionierte WorkingParents an, in dem ihr über 3 Monate hinweg begleitet werdet.

Hast du bereits deine ganz eigenen Erfahrungen als Team Eltern gemacht? Dann schreib uns doch gerne deine Tipps und Erfahrungen an mail@thegoodvanguard.com oder direkt als Kommentar.

 

 

In Kooperation zwischen Anita Neumann – elternbusiness und Miriam Mertens – The good Vanguard